IQVIA-Studie

Auswirkungen des Preisbandes

 

Mit der ASVG-Novelle vom April 2017 hat der Hauptverband der Sozialversicherungsträger für wirkstoffgleiche Arzneispezialitäten (auf der 5. Ebene des ATC-Codes) im Erstattungskodex ein zweimaliges Preisband festgelegt, wobei der Höchstpreis der wirkstoffgleichen Arzneispezialitäten 30 % über dem Preis der günstigsten Arzneispezialität desselben Wirkstoffs liegen darf (ASVG 351c Abs 11). Ende Juni 2017 und Ende Juni 2019 wurde vom Hauptverband jeweils eine Liste der betroffenen Arzneimittel veröffentlicht (Verlautbarung Nr.: 90/2017; Verlautbarung Nr.: 89/2019) und den vertriebsberechtigten Unternehmen bis Anfang Oktober Zeit gegeben, die Preise entsprechend zu senken.

Auswirkungen 2017 & 2019

IQVIA hat die Auswirkungen des Preisbandes bereits im Jahr 2017 untersucht und nun 2019 neuerlich unter die Lupe genommen. Um den Umsatzeffekt auf Basis Fabrikabgabepreis (FAP) zu berechnen, wurde die vom Hauptverband veröffentlichte Liste der betroffenen Arzneimittel jeweils den einzelnen Handelsformen zugeordnet.

Der Absatz in Arzneimittelpackungen des IQVIA DPMÖ Next Level (Der Pharmazeutische Markt Österreich) für die Periode MAT 09/2017 (Oktober 2016 bis September 2017) sowie MAT 09/2019 (Oktober 2018 bis September 2019) wurde sodann mit dem FAP vor und nach dem Preisband multipliziert, um den Umsatzeffekt der unterschiedlichen Preise bei konstanten Mengen illustrieren zu können.

Umsatzrückgang

Das Preisband führte demnach bei konstanten Mengen im MAT 09/2017 zu einem Umsatzrückgang von EUR 34,3 Mio. FAP und für den MAT 09/2019 zu einem Umsatzrückgang von EUR 7,9 Mio. FAP.

Die Studie zeigt auch, dass Unternehmen die Preissenkungen vereinzelt bereits im Juli freiwillig vorgezogen hatten, der Großteil senkte den Preis allerdings erst mit Oktober.

Der Studie zufolge haben im Jahr 2017 etwas mehr als 8 % und im Jahr 2019 etwas mehr als 6 % der von der Senkung betroffenen Arzneispezialitäten die Preissenkung im Oktober nicht mitvollzogen und werden demnach nicht mehr erstattet werden.

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Jasmin Svinka

IQVIA Marktforschung GmbH
Stella-Klein-Löw-Weg 15, Haus B, 5. Stock, A-1020 Wien
E-Mail: jasmin.svinka@iqvia.com