Vorwort Dr. Martin Spatz

Ein bemerkenswerter Sommer!

Liebe Kunden,
geschätzte Partner,

 

Ich hoffe, Sie hatten einen erholsamen Urlaub!

Zwei Themen haben diesen außergewöhnlichen Sommer auch aus pharmapolitischer Sicht bemerkenswert gemacht: zum einem die Bestellung von Mag. Alexander Herzog zum neuen Generalsekretär der Pharmig und zum anderen der weltweite Rückruf einer Reihe Valsartan-haltiger Arzneimittel. 

Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, Herrn Mag. Herzog, der wie kein Zweiter die gesundheitspolitischen Verhältnisse in Österreich kennt, in dieser Ausgabe des Service Letters für ein Interview zu gewinnen.

Mag. Herzog weist zurecht darauf hin, dass „hohe Produktionskosten, sinkende Arzneimittelpreise und strenge gesetzliche Preisregularien die Hersteller in Europa zunehmend unter Druck setzen“.

Aus meiner Sicht hat insbesondere der rapide Preisverfall (Stichwort „Preisbandregelung“) im Bereich schon lange verfügbarer Therapien, die in den meisten Fällen breit angewendet werden, die Hersteller dazu gezwungen, Wirkstoffe außerhalb Europas einzukaufen. Immenser Kostendruck begünstigt „Skaleneffekte“ und zwingt die Hersteller damit in gefährliche Abhängigkeit von nur wenigen Wirkstoffherstellern. Fällt wie zuletzt bei Valsartan eine Quelle aus, führt dies in kürzester Zeit zu globalen Lieferproblemen. Bemerkenswert, wie es trotz dieser widrigen Umstände Österreichs Herstellern in enger Zusammenarbeit mit Apothekern, Ärzten und AGES dennoch gelungen ist, Kontinuität in kurzer Zeit wieder sicherzustellen. 

„Pillen sind keine Mannerschnitten“ wie ich an anderer Stelle schon vor einigen Jahren bemerkt habe. Vielleicht werden die Ereignisse rund um Valsartan die Zahler in den Ländern Europas noch einmal zum Nachdenken bringen, ob die Erstattungs-Preisspirale nach unten tatsächlich ein nachhaltiger Weg ist?

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass der vollständige Verbrauch vieler Arzneimittel in Österreich (z.B. ACE-Hemmer, AT1-Antagonisten, Statine oder PPIs) den Gebietskrankenkassen gar nicht bekannt ist, da deren Preise zum Teil unter der Rezeptgebühr liegen, die Kosten daher von den Patienten „out of pocket“ getragen und mit den Krankenkassen nicht mehr abgerechnet werden. IQVIA wird jedenfalls auch in Zukunft ein verlässlicher Partner sein, um valide Zahlen zur Verfügung zu stellen, die den tatsächlichen Verbrauch widerspiegeln. 

 

Wir haben uns auch vorgenommen Ihnen unser breites Portfolio an Dienstleistungen und Produkten in diesem und den kommenden Service Lettern vorzustellen, wobei wir zuletzt auf unsere Angebote in der

Diesmal möchten wir auf ein wichtiges Instrument im Bereich unseres Consulting Angebotes eingehen: gerade in dynamischen Märkten (das sind Märkte, in denen es in einer Indikation eine Reihe von alternativen Arzneimitteln gibt, die aus Erstattungssicht gleichwertig zugänglich sind), kommt es in kurzen Zeitabständen zu starken Veränderungen im Verordnungsverhalten der Ärzte. In solchen Situationen empfiehlt es sich (und zahlt es sich aus!) Targeting Analysen in kürzeren Abständen, etwa alle 12 Monate, durchzuführen.

 

Wie immer finden Sie eine aktuelle Übersicht zu allen unseren Dienstleistungen und Produkten unter http://www.thehealthcareprof.com/. Diese kann jedoch immer nur ein erster Anhaltspunkt zu Ihrer Orientierung sein: im Gespräch mit einem unserer Mitarbeiter können wir noch wesentlich genauer auf die jeweilige individuelle Problemstellung eingehen und mit Ihnen gemeinsam Lösungswege entwickeln.

 

Mit herzlichen Grüßen,

Dr. Martin Spatz, MBA
Geschäftsführer IQVIA™ Österreich