Vorwort Dr. Martin Spatz

IQVIA: BIG DATA IM GESUNDHEITSBEREICH – WAS STECKT DAHINTER?

Liebe Kunden,
geschätzte Partner,

 

In letzter Zeit hört man immer öfter von „Big Data“, die im Gesundheitsbereich unter „Real World“-Bedingungen gesammelt werden. Aber was steckt dahinter und welchen Nutzen hat dies für die Patienten?

„Real World“ im Gesundheitsbereich steht für alles, was abseits kontrollierter klinischer Studien stattfindet. „Big Data“ können Arzneimittelverbrauchsdaten im Krankenhaus, Arzneimittel-Sell-in- oder Sell-out-Daten im Großhandel und der öffentlichen Apotheke, elektronische Gesundheitsdaten, Registerdaten, Verordnungsdaten oder Abrechnungsdaten der Krankenkassen sein.

Die systematische Verwendung und Auswertung solcher Daten zu Forschungszwecken ist in Ländern wie Norwegen, Dänemark oder Schweden schon seit langem etabliert. Mit geringem Aufwand kann auf diese Weise, abseits vom strengen Korsett klinischer Studien, ein beachtlicher Nutzen für Patienten erzielt werden.

Dies zeigt beispielsweise eine Publikation des schwedischen Karolinska Institutes aus dem Jahr 2016: mittels automatisierter Extraktion und Verknüpfung von elektronischen Krankenakten aus dem Krankenhaus und Registerdaten konnte eine retrospektive Datenbank erstellt werden, die detaillierte Einblicke in Überleben, Rückfall und Progression bei kutanem malignem Melanomen unter sehr unterschiedlichen Behandlungsregimen erlaubt.

Ohne klinische Studie konnte dadurch gezeigt werden, wie unterschiedliche Patientengruppen (Männer, Frauen, Alter, Komorbiditäten) optimal behandelt werden müssen, um deren Überlebenschancen zu erhöhen. Ein klarer Patientennutzen, der mit geringem Aufwand beachtliche Ergebnisse erzielt! 

Aus genau diesem Grund überlegt die amerikanische Zulassungsbehörde FDA, in Zukunft den Einschluss von Real World Daten für die Zulassung von Arzneimitteln z. B. zur Behandlung von seltenen Erkrankungen oder für die Erweiterung der Indikation bei onkologischen Arzneimitteln zu gestatten. „Klassische“ klinische Studien sind in solchen Fällen oft nur schwer durchführbar, da es entweder zu wenige Patienten gibt oder die Verwendung von Kontrollgruppen oder Medikationen und die lange Studiendauer unethisch wären.

Die enormen Möglichkeiten, die „Big Data“ im Bereich der personalisierten Medizin, der Arzneimittelentwicklung, in der klassischen Pharmaforschung und im österreichischen Gesundheitssystem bringen können, beleuchtet eine topaktuelle Veranstaltung der Gesellschaft für Pharmazeutische Medizin, die am 22. November in Wien stattfinden wird. Interessenten können sich direkt über die Homepage anmelden.

Sehr geehrte Kunden, bitte beachten Sie, dass wir, um der steigenden Nachfrage nach unseren Dienstleistungen gerecht zu werden, unser Team mit Oktober um zwei erfahrene Pharmaexpertinnen, Frau Mag. Pharm. Victoria Prymaka und Frau Judith Niederwieser, BA BBA erweitert haben. Sollte es dadurch bei Ihnen zu Veränderungen bei der Betreuung kommen, werden wir Sie in den nächsten Wochen zeitgerecht informieren.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Studium unseres November-Serviceletters!

 

Mit herzlichen Grüßen,

Dr. Martin Spatz, MBA
Geschäftsführer IQVIA™ Österreich

 

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