Globale Trends im Bereich Forschung und Entwicklung

 

Die Anzahl der neu beginnenden klinischen Studien in allen 3 Phasen verzeichneten zu Beginn der Pandemie ab Jänner 2020 einen signifikanten Rückgang. Bereits ab Juni 2020 hatte die Branche jedoch Lösungen für die pandemiebedingten Probleme und Störungen gefunden und die logistischen Herausforderungen gemeistert.

Im Jahr 2021 stieg die Gesamtzahl klinischer Studienstarts um 14 %, mit insgesamt 5.500 geplanten neuen klinischen Studien und erreichte damit ein höheres Niveau als 2019, natürlich maßgeblich getrieben durch die zahlreichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Covid-19.
Auf der nachfolgenden Graphik sehen Sie alle neu beginnenden Studien in Monaten ab Jänner 2019. Die farbliche Unterteilung zeigt jeweils alle drei klinischen Phasen ohne Covid-19 und getrennt davon die Aktivitäten in der klinischen Forschung für Covid-Vakzine und Covid-Therapeutika.

 

Die enormen globalen Auswirkungen von Covid-19 auf die Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft erzeugten ein historisches Maß an Anstrengungen im Bereich der klinische Entwicklung und führten zu einem umfassenden und vielfältigen Branchenportfolio an Impfstoffkandidaten. Derzeit sehen wir mehr als 135 Covid-19 Impfstoffe in klinischen Studien mit acht verschiedenen Wirkmechanismen. 31 sind global bereits zur Verwendung zugelassen.

Die Anzahl an Studienteilnehmern überschritt 2021 erstmals die 2 Millionen Grenze. Zusätzlich zu den breit angelegten Impfstoffstudien waren 2021 weltweit 300.000 Personen in onkologischen Studien, was einer Verdopplung innerhalb der letzten 10 Jahre entspricht.

Die Anzahl der Studienstarts in anderen wichtigen Indikationen erholte sich 2021 ebenfalls großteils, nach dem Tiefpunkt im Jahr 2020 und vor allem onkologische Studien erreichten einen historischen Höchststand von 70% über dem Niveau von 2015. Diese Studien fokussierten hauptsächlich auf seltene Krebsarten.

Im Bereich Alzheimer zeigten die letzten Jahren ebenfalls eine Vielzahl an klinischen Studienstarts, die hauptsächlich auf milde bis moderate Krankheitssymptome abzielten und reflektieren damit das enorme Interesse sowohl die Wirksamkeit als auch die Anzahl der verfügbaren Therapien zu erhöhen.

Betrachtet man die einzelnen Indikationen separat so ist nahezu immer der Tiefpunkt am Anfang des Jahres 2020 zu sehen – mit einer einzigen Ausnahme und das ist der Bereich der respiratorischen Erkrankungen. In diesem Bereich beobachten wir, nicht ganz überraschend, den gegenteiligen Trend mit einem Anstieg an Studien mit dem Beginn der Pandemie.

Auf der nachfolgenden Graphik sehen Sie 10 Indikationen mit bemerkenswerten klinischen Aktivitäten in den letzten 10 Jahren zwischen 2011 und 2021. Besonders hervorheben muss man in dieser Darstellung die Gruppe GI/NASH (gastrointestinal diseases / non-alcoholic steatohepatitis). Hier ist die Anzahl der Studien zwar noch deutlich geringer als in den anderen dargestellten Indikationen, bemerkenswert ist aber der Anstieg an Forschungsaktivitäten in diesem Bereich.

 

Den ganzen Bericht zu den globalen Trends in Forschung und Entwicklung stellen wir Ihnen bei Interesse gerne zur Verfügung.

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Beatrix Linke
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